Buch: Reflexionen

Reflexionen - bringen Bewusstsein in Ihr tägliches Leben von Désirée Steinmann

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Reflexionen der Woche

Ihre persönliche Qualitäts-Checkliste – Teil 2 - Bedürfnisse

2015-02-13 16:47

Bedürfnisse sind ein ganz spannendes Thema! Wir alle kennen unsere körperlichen Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken, Luft, Licht, Vitamine etc. Diese sind medizinisch erklärt und wir akzeptieren diese als Teil des Lebens. Wir wissen, dass wir diese erfüllen müssen um zu überleben. Wenn wir nun jedoch über emotionale Bedürfnisse sprechen, dann sieht es oft ganz anders aus. Wir lernen darüber nichts in der Schule und wir sprechen darüber meist auch nicht auf Partys oder im Freundeskreis. Vielleicht kommt das Thema in Beziehungen auf, jedoch wird dort auch oft eher über Bedürftigkeit gesprochen als Problem, anstatt über die Notwendigkeit um „erfüllt“ zu leben.

Bedürfnisse, anders als Werte welche wir in uns tragen, werden von der Aussenwelt erfüllt. Wir bekommen es von aussen, um uns innen zu erfüllen, so wie Wasser gegen den Durst. Wenn wir regelmässig trinken wird Durst niemals zum Problem. Wenn wir zu wenig trinken, dann fühlen wir uns durstig und denken dauernd darüber nach und jammern vielleicht auch. Wenn wir immer noch nichts trinken, dann werden wir vielleicht aggressiv oder weinerlich. So ist es auch mit emotionalen Bedürfnissen. Wenn wir wissen, was wir brauchen und dies immer erfüllt wird, sind wir ausgeglichen und glücklich, wenn wir unser Bedürfnis nicht erfüllt bekommen, dann werden wir negative Reaktionen zeigen. Kennen Sie Ihre Bedürfnisse? Können Sie mir sagen, welche für Sie am wichtigsten sind?

Wenn nicht, dann habe ich hier die 6 universalen, emotionalen  Bedürfnisse, die wir alle gemeinsam haben:

 

  1. Sicherheit: das Bedürfnis von Sicherheit und zu wissen was kommt
  2. Abwechslung: das Ungewisse, die Überraschung, die Veränderung
  3. Signifikanz: das Bedürfnis speziell zu sein und es wert zu sein Aufmerksamkeit zu bekommen
  4. Liebe & Beziehung: das Bedürfnis geliebt zu werden und mit anderen verbunden zu sein, dazu zu gehören
  5. Wachstum: sich weiter zu entwickeln und zu lernen
  6. Beitragen: zu etwas beizutragen, was grösser ist als man selbst

 

Alles was wir tun ist getrieben von unseren Werten und unseren Bedürfnissen. Wir haben normalerweise 2 oder 3 Bedürfnisse, die unsere „Haupt-Bedürfnisse“ sind. An unserem Verhalten kann man leicht ablesen, welche es wohl sind und ob wir diese auf positive, neutrale oder negative Weise erfüllen. Nehmen wir zum Beispiel Signifikanz. Ich kann mich signifikant fühlen, wenn ich eine Pistole auf jemanden richte (da bekomme ich sofort volle Aufmerksamkeit des anderen), wenn ich ein grosses Problem habe, wenn ich einen guten Rat gebe oder wenn ich mich sehr intensiv um jemanden kümmere.

 

Nehmen Sie sich doch jetzt mal einen Moment Zeit und überlegen Sie:

 

  1. Welche 2 oder 3 der Bedürfnisse wohl Ihre Hauptbedürfnisse sind. Welche sind Ihnen am wichtigsten?
  2. Nun fragen Sie sich, wie sie diese erfüllt bekommen? Auf positive, neutrale oder negative weise? Zum Beispiel in Ihren Beziehungen, bei der Arbeit, beim Essen, Sport etc.
  3. Wie könnten Sie diese besser erfüllt bekommen, um ein erfüllteres Leben zu leben?

Auch wenn wir die Bedürfnisse von aussen erfüllt bekommen bedeutet das nicht, dass wir hilflos oder ausgeliefert sind! Wir können uns selbst darum kümmern und unser Leben so ausrichten, um regelmässig „den Durst“ zu stillen. Ich wünsche Ihnen viel Spass dabei und vielleicht machen Sie dieses Thema mal zu einem Gesprächsthema, um auch mehr von Ihren Partnern /Partnerinnen, Freunden und Familienangehörigen zu erfahren. Das erfüllen gegenseitiger Bedürfnisse bringt eine Verbundenheit und Tiefe, die Sie begeistern wird!

Sollten Sie gerne mal über Bedürfnisse sprechen wollen, kann ich gerne eine Skype-Konferenz mit Interessierten planen -  lassen Sie es mich einfach wissen. 

In den nächsten Reflexionen sprechen wir dann über den 3. Antreiber – Glaubenssätze oder Lebensregeln.

 

Ich freue mich darauf!

 

Zitate

 

Wenn unsere eigenen Gefühle im Vordergrund stehen, können wir nicht mitfühlend sein, wenn wir uns nur noch nach anderen Leuten richten, ohne Rücksicht auf unsere eigenen Bedürfnisse können wir nicht wir selbst sein.

 

Ruth Cohn

 

Wenn du akzeptiert werden willst, sprich über deine Bedürfnisse. Wenn du dir Ablehnung zuziehen willst, mach eine moralische Regel daraus.

 

Peter Hohl

 

Nur wenn ich die Bedürfnisse meiner Mitmenschen kenne, kann ich sie motivieren.“

 

Vera F. Birkenbihl

 

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