Ein beängstigender Gedanke: was wenn ich genau jetzt, in diesem Moment, mein volles Potential auslebe?
2009-10-18 10:00
Kennen Sie das auch?
„Ich habe so viele Träume, aber irgendwie finde ich immer einen Grund, warum es jetzt gerade nicht paßt oder nicht genügend Zeit vorhanden ist oder ähnliches.“
Kennen Sie das auch? Wir selbst sind unser größter Saboteur!
Es ist schon erstaunlich, Keinem anderen Menschen in unserem Leben würden wir je erlauben so mit uns zu reden, wie unsere eigene Stimme im Kopf zu uns spricht. Niemand könnte uns so offensichtlich von unserem Vorhaben abhalten wie wir selbst.
Wie überlisten wir also diesen „eingebauten Saboteur“? - Wir verändern unsere Blickwinkel - unsere Entscheidungsmöglichkeiten!
Anstatt zu entscheiden JA oder NEIN, bzw. GANZ oder GARNICHT, entscheiden wir SO oder SO.
Der Plan einer meiner Kundinnen war, 3 mal die Woche eine Stunde zu laufen oder zu schwimmen, um wieder in Form zu kommen. Sie fand jedoch immer einen Grund, warum es gerade jetzt der falsche Zeitpunkt war anzufangen. Es war nie genügend Zeit vorhanden, „Die Arbeit ist eben wichtiger“! Sobald wir als Plan B für besonders stressige Tage festgelegt hatten, nur 10 Minuten schnell gehen oder Fahrrad fahren, konnte Sie auswählen, was jeweils am besten paßte. Es ging nicht mehr darum ob oder ob nicht, sondern welche der beiden Varianten? Nun, es ergab sich, daß die Kundin oft an Tagen, an denen sie sich nur 10 Minuten gönnen wollte, dann doch 1 Stunde lief und anschließend so voller Energie war, daß sie mehr schaffte als sie gehofft hatte.
Ein weiteres Beispiel ist direkt aus meinem Leben gegriffen. Ich wollte immer eine Woche der Stille erleben, indem ich mich eine Woche auf unsere Hütte in den Bergen zurückziehe. Dort gibt es keinen Fernseher, kein Telefon, keinen Strom oder sonstige „Ablenkungsmanöver“. Da ich ein sehr kommunikativer, extrovertierter Mensch bin, ist das für mich eine Herausforderung - 1 Woche keine Menschen um mich herum, keine Gespräche, nur ich alleine! Nun, ich hatte diese Idee schon lange, aber sie nie in die Tat umgesetzt. Nach einem Gespräch mit einem anderen Coach habe ich meinen Plan geändert - ich gehe im Juli mit meiner Familie 2 Wochen auf die Hütte und bleibe anschließend 2 Tage alleine dort. Ich habe erkannt, daß 1 Woche einfach zu lange war und mir sehr unwohl war bei dem Gedanken. Nun fange ich mit 2 Tagen an! Ich freue mich darauf, wie es mir damit geht und wenn es mir gut tut, werde ich sicher nächsten Sommer länger alleine dort oben bleiben.
Also der zweite Trick:
Anstatt ein GROSSES ZIEL, das man nicht wagt, ein KLEINERES ZIEL, aber aktiv werden!
Nehmen Sie sich doch einen Moment und überlegen Sie sich, was Sie sich schon lange mal vorgenommen, aber es nie verwirklicht haben. Was wäre der Plan B, um es trotzdem zu tun, wie können Sie es „verkleinern“, um es jetzt anzupacken?
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