Buch: Reflexionen

Reflexionen - bringen Bewusstsein in Ihr tägliches Leben von Désirée Steinmann

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Reflexionen der Woche

Weihnachten ohne Streit!? Teil 2

2011-12-09 12:28

Im letzten Brief haben wir darüber gesprochen, wie Sie sich besser abgrenzen können, damit die Menschen in Ihrem Umfeld nicht mehr die Grenzen überschreiten und Sie angreifen oder anders behandeln, als Sie es für sich wünschen. Außerdem haben wir auch noch darüber gesprochen, wie Sie sich gedanklich selbst klar abgrenzen können - wie können Sie erkennen, wann etwas Sie betrifft und wann etwas ausschließlich dem Gegenüber gehört - eine Meinung zum Beispiel! Wenn Sie den Brief nicht gelesen haben, dann können Sie ihn hier noch auf meinem Blog nachlesen!

Heute habe ich für Sie noch weitere Strategien, die Ihnen helfen, das Weihnachtsfest tatsächlich in Frieden und Freude zu genießen.

Machen Sie keine Annahmen!

Oft glauben wir zu wissen, was der andere denkt oder warum der andere so reagiert, ohne dies tatsächlich zu kontrollieren! Wir fragen nicht nach oder klären es ab und dadurch entstehen sehr oft Missverständnisse, die man einfach vermeiden könnte. Wenn also jemand mit dem Kommentar kommt: " Bist Du schon wieder am Computer?" Klären Sie doch einfach ab, was derjenige damit meint oder sagen will: "Ich möchte mehr Zeit mit dir verbringen, - du solltest stattdessen mal Sport treiben, - Du arbeitest zu viel  - was Ihnen eben so durch den Kopf geht und Sie dann darauf reagieren anstatt auf das Gesagte. Vielleicht macht sich der Mensch einfach nur Sorgen, dass Sie sich überarbeiten, obwohl Sie sich gerade mit etwas Interessantem am Computer entspannt haben!? Lassen Sie keine Annahmen Ihre Stimmung beeinflussen und fragen Sie stattdessen nach.

Um was geht es wirklich?

Unsere Gefühle werden direkt von Bedürfnissen, Glaubenssätzen und Werten beeinflusst. Wenn ich viel Freiraum brauche und mir dies während der Festtage nicht möglich ist, dann wird sich das in meinem Verhalten zeigen. Wenn ich Ordnung und Planung sehr schätze, dann wird mich das Familienmitglied oder der Besucher, der eher unordentlich und unorganisiert ist, ärgern oder frustrieren. Meist kommt der Ärger dann in einer anderen Situation heraus, sodass  man nicht weiß, was jetzt auf einmal los ist. … Ehen gehen nie wegen der falsch ausgedrückten Zahnpastatube auseinander … es ist etwas anderes, was dem zugrunde liegt. Anstatt also auf das Gesagte zu reagieren, ist es besser, auf die Bedürfnisse, Glaubenssätze und Werte zu achten und diese zur Sprache zu bringen. Gehe ich also in die Luft wegen Nichtigkeiten, liegt es vielleicht daran, dass ich mehr Freiraum brauche oder eine Pause von den Leuten und ein einsamer Spaziergang ist dann viel besser, als es auszudiskutieren. Um dies zu meistern, hilft besonders der nächste Punkt!

Werden Sie zum Beobachter!

Wann immer Sie negative Gefühle spüren, sind diese einfach nur ein Hilfsmittel für Sie, um festzustellen, dass irgendetwas nicht stimmt oder für Sie gut ist. Seien Sie neugierig und beobachten Sie die Situation und Ihre Gefühle wie aus einer Vogelperspektive - ohne total darin festzustecken. Schauen Sie von allen Seiten darauf und stellen Sie fest, was passiert bei mir? Was löst dieses Gefühl aus? Was passiert beim Anderen? Was bringt ihn/sie dazu, so zu reagieren oder das zu sagen? Wo muss man sich abgrenzen, wo werden Annahmen gemacht und um was geht es wirklich. Von dieser Warte aus sind Sie in einer wirklich guten Position, sich und den anderen objektiver und mit mehr Mitgefühl wahrzunehmen und dann bewusster zu reagieren.

 

Zitate

 

Sich beobachten heißt sich verändern.

Alain

 

Urlaub ist die Fortsetzung des Familienlebens unter erschwerten Bedingungen.

Dieter Hildebrandt

 

Um fremde Werte willig und frei anzuerkennen, muss man eigene haben.

 

Arthur Schopenhauer

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